Mittwoch, 22. Februar 2012

Destabilisierung als Mittel der Politik. Nach Syrien, jetzt Abchasien! Attentat auf Abchasiens Präsident, eine Warnung an Russland?

Mowitz
Bei einem Bombenanschlag auf den Präsidenten von Abchasien Alexander Ankwab wurde ein Leibwächter getötet. Zwei Männer wurden schwer verletzt, Ankwab selbst überlebte das Attentat unbeschadet. Die Wagenkolonne des Präsidenten wurde auf der Autostraße Gudauta-Suchumi aus einem Granatwerfer und einem Maschinengewehr beschossen.

Abchasien hat sich Anfang der 90er Jahre von Georgien in einem blutigen Bürgerkrieg abgespalten. Nach dem russisch-georgischen Krieg 2008 um die ebenfalls sezessionistische georgische Teilrepublik Südossetien hat Moskau die Unabhängigkeit beider Republiken anerkannt. International sind dem russischen Beispiel bisher allerdings nur Nicaragua, Venezuela und die Pazifik-Inselstaaten Nauru, Vanuatu und Tuvalu gefolgt. Der heutige Anschlag gegen Ankwab war der fünfte. Zwei Anschläge wurden 2005 verübt, ein Anschlag – 2007 und noch einer – 2010.

FH

[1] Anschlag auf Abchasiens Präsident: Leibwächter tot - MEHR
[2] Anschlag auf Abchasiens Präsident fordert Todesopfer
[3] Russland hilft bei Ermittlungen im Fall Anschlags gegen abchasischen Präsidenten - Dmitri Medwedjew