Donnerstag, 24. Juli 2014

Whistleblower enthüllt: US-Satellitenbilder zeigen, dass die ukrainische Armee MH17 abgeschossen hat

Bild: Buk-Flugabwehrsystem,
Wikimedia, public domain
Von Paul Joseph Watson
Global Research, 22.07.14

Robert Parry, ein preisgekrönter ehemaligen Reporter von The Associated Press, hat aus US-Geheimdienstkreisen erfahren, dass die US-Regierung im Besitz von Satellitenfotos ist, die zeigen, dass (reguläre) ukrainische Truppen für den Abschuss der Fluges MH17 der Malaysian Airlines verantwortlich waren.

Ohne jede korrekte Untersuchung haben die (westlichen) Medien sofort den von Russen unterstützten ostukrainischen Rebellen die Schuld für den Abschuss des Flugzeuges angelastet; der Whistleblower hat allerdings eine ganz andere Geschichte erzählt [s. hier]. Parry berichtete:
"Aus einer Quelle, die mich schon in der Vergangenheit bei ähnlichen Anlässen mit zutreffenden Informationen versorgt hat, habe ich erfahren, dass US-Geheimdienste detailgenaue Satellitenbilder der Raketenbatterie haben, die vermutlich die folgenschwere Rakete abgefeuert hat; die Batterie scheint unter Kontrolle der ukrainischen Regierungstruppen gestanden zu haben, weil die Soldaten dem Augenschein nach deren Uniform trugen.

Nach Aussage der Quelle wollten CIA-Analysten auch die Möglichkeit nicht ganz ausschließen, dass es sich um ostukrainische Rebellen in ähnlichen Uniformen gehandelt haben könnte, aber nach ihrem ersten Eindruck waren es Soldaten der ukrainischen Regierung. Die beteiligten Soldaten wirkten undiszipliniert und waren möglicherweise betrunken, weil um sie herum Flaschen verstreut waren, in denen Bier gewesen sein könnte."
Obwohl die Mainstream-Presse jeden, der versucht hat, die Täterschaft der ostukrainischen Rebellen auch nur anzuzweifeln, wieder als "Verschwörungstheoretiker" zu diffamieren versucht, kann sie Parry, der für The Associated Press und Newsweek schon maßgeblich an der Aufdeckung des Iran-Contra-Skandals mitgewirkt hat, kaum als Spinner abtun. Weil er für seine investigative Arbeit im Geheimdienstmilieu schon einmal mit dem George Polk Award ausgezeichnet wurde, muss man diese Information, die ihm seine Quelle zugeflüstert hat, wohl ernst nehmen.

Die Regierungen der USA und der Ukraine bestehen immer noch darauf, dass von Moskau unterstützte Separatisten für die Tragödie verantwortlich seien und behaupten, die hätten das Verkehrsflugzeug mit einer Buk-Flugabwehrrakete abgeschossen. Dieser Behauptung hat jedoch Vitaly Yarema, der Generalstaatsanwalt der Ukraine, widersprochen, als er äußerte: "Unsere Militärs haben dem Präsidenten nach dem Abschuss des Passagierflugzeugs versichert, die Terroristen besäßen keine unserer Buk-Raketensysteme." [s. hier]

Außerdem haben Audioexperten bei der Überprüfung der Authentizität des von der ukrainischen Regierung freigegebenen Gesprächsmitschnitts festgestellt, dass das Band manipuliert wurde; mit diesem manipulierten Band sollte bewiesen werden, dass von Russen unterstützte Rebellen für den Raketenangriff auf MH17 verantwortlich waren.

"Das zweite Bandfragment wurde als durchgehende Audioaufnahme präsentiert, bestand jedoch aus drei zusammengesetzten Einzelteilen. Eine Spektral- und Zeitanalyse hat ergeben, dass der Dialog zerschnitten und neu zusammengesetzt wurde. Die auf dem Band zu hörenden kurzen Pausen sind dafür typisch. Nach Feststellungen eines Experten hat die Audiodatei Zeitmarken bewahrt, die zeigen, dass der Dialog aus verschiedenen Episoden zusammengeschnitten wurde," meldete (die russische Presseagentur) ITAR-TASS. [s. hier]

Übersetzung Wolfgang Jung, luftpost kl.de

Montag, 7. Juli 2014

Die Supermacht und das Kalifat

Bild: Wikimedia, Creative Commons
Postkarte aus der Dr. Paula Sanders Collection
mit Gräbern der abbasidischen Schattenkalifen in Kairo
Von BAR Chefredakteur
Glen Ford
2. Juli 2014 Black Agenda Report

„Das Drehbuch, das 2011 für Libyen, Syrien, Irak – für die gesamte Region – vorbereitet wurde, ist kaputt.”

ISIS hat sein Kalifat ausgerufen, und die Welt wird nie mehr die gleiche sein. Obwohl das territoriale Ausmaß der jihadistischen politischen Einheit sich nach dem Kriegserfolg richten wird, oder vielleicht sogar verschwinden wird, das Auftauchen des „Islamischen Staates“ ist das Signal für den endgültigen Zusammenbruch der imperialen Strategie der Vereinigten Staaten von Amerika in der muslimischen Welt – ganz sicher in den arabischen Regionen des Islam.

„Die rechtmäßige Existenz aller Emirate, Gruppierungen, Staaten und Organisationen wird ungültig durch die Ausweitung der Herrschaft des Kalifen und das Eintreffen seiner Soldaten in ihren Gebieten,“ sagte Abu Mohamed al-Adnani, Sprecher für die Kämpfer, die davor bekannt waren als der Islamische Staat von Irak und Syrien. „Hört auf euren Kalifen und gehorcht ihm. Unterstützt euren Staat, der jeden Tag größer wird.“

Betrachten Sie das als eine salafistische Unabhängigkeitserklärung – nicht von al-Qaida, deren geringe Bedeutung in der Region zum Ausdruck kam, als ihr designierter Verbündeter in Syrien al-Nusra ISIS die Treue schwor – sondern von den arabischen Monarchien und westlichen Geheimdiensten, die das internationale jihadistische Netzwerk seit fast zwei Generationen aufgepäppelt haben. Das Kalifat droht nicht nur seinen unmittelbaren Gegnern in den von Schiiten dominierten Regierungen Syriens und des Irak, sondern den Potentaten der arabischen Emirate, Qatar, Kuwait und der Mutter der allgemeinen monarchistischen Korruption im arabisch sunnitischen Kernland, der saudischen königlichen Familie. Die Drohung richtet sich nicht schlussfolgernd, sondern buchstäblich gegen „alle Emirate, Gruppierungen, Staaten und Organisationen,“ die nicht anerkennen, dass ISIS in seiner neuen Inkarnation die Verkörperung des Islam im Krieg ist.

Der jihadistische Würfel ist gefallen, die Strategie der Vereinigten Staaten von Amerika, die Ausweitung der imperialen Macht in der Region durch bewaffnete islamistische fundamentalistische Surrogate zu betreiben, hat ausgedient. Das internationale jihadistische Netzwerk, das nicht existierte, ehe die CIA, Saudiarabien und Pakistan es schufen, um die linke säkulare Regierung Afghanistans Mitte 1979 zu unterminieren, ist zu einer Bewegung geworden, die nicht länger kontrolliert werden kann.

Die physischen Konturen des ISIS-Kalifats, der dynamische neue Schwerpunkt der Bewegung könnten sich als unbesiegbar erweisen, überhaupt wenn die Amerikaner beschließen, dass sie um einen Großangriff auf ihre ehemaligen Partner nicht herumkommen. Aber ungeachtet der militärischen Reaktion der Vereinigten Staaten von Amerika ist der strategische Plan, den sie sich 2011 für Libyen, Syrien und den Irak – für die gesamte Region - ausgedacht haben, in die Hose gegangen, so wie er vom verlässlichen Einsatz von Jihadisten anstelle von NATO und arabischen Monarchien ausgeht.

Schlimmer noch, die arabischen Erdölpotentaten verstehen ganz genau, dass ihren eigenen Regimes große Gefahr droht von dem einheimischen Ungeheuer, das sie geschaffen haben. Besonders die Saudis rechtfertigen die Monopolisierung des großen Reichtums der arabischen Halbinsel durch ihre Familie als Belohnung für ihre Absicherung der heiligen Stätten des Islam. Es besteht kein Zweifel daran, dass der „Islamische Staat“ mit seinen beweglichen Grenzen und der sich rasch ausbreitenden pan-arabischen und sogar pan-muslimischen Anhängerschaft gerne bereit wäre, diese Verantwortung zu übernehmen – über die Leichen der Saudiprinzen, die sich nicht nach London, Paris und New York abgesetzt haben. Das Gleiche gilt für alle die Königshäuser, die mit dem Westen unter einer Decke stecken und de facto mit Israel.

„Die politischen Entscheidungsträger der Vereinigten Staaten von Amerika haben keine Ahnung, wie sie sich in der Region neu aufstellen sollen.”

Es stimmt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika nahezu unbeschränkte Macht beibehalten, Chaos in der Region zu stiften. Chaos ist nützlich, um übliche Regierungen und zivile Gesellschaften daran zu hindern, nationale Ziele zu erreichen, die dem Imperialismus zuwiderlaufen. Das Chaos ist aber nicht inhaltsleer, es ist ein Hexenkessel, in dem die Widersprüche auf explosive Weise akut werden können. Die Jihadisten sind im Grunde genommen Antiimperialisten – unweigerlich dagegen, von den „Kreuzfahrern“ des Westens und Zionisten beherrscht zu werden. Wie wir bereits versichert haben, verhält sich der fundamentalistische Jihad, obwohl reaktionär bis ins Mark, unweigerlich wie eine Art von Nationalismus – für einige füllt er eine Lücke, die durch den Niedergang des gestrigen säkularen panarabischen Nationalismus hinterlassen wurde. ISIS behauptet jetzt, der Ausdruck dieser nationalismusähnlichen Sehnsucht zu sein, nämlich als der „Islamische Staat.“

Wenn Sie denken, dass das alles das Werk der CIA ist, dann bedanken Sie sich bei denen für die Beschleunigung der epischen Auflösung der imperialen Strategie der Vereinigten Staaten von Amerika in der muslimischen Welt. Wie in den Tagen, als Amerikas ägyptischer Handlanger Mubarak von Thron gestoßen wurde und ein „arabischer Frühling“ drohte, der die Erdölmonarchien stürzen hätte können, haben die politischen Entscheidungsträger der Vereinigten Staaten von Amerika keine Vorstellung, wie sich sich in der Region neu positionieren können. Die Amerikaner können nicht die Jihadisten als Fußsoldaten des Imperialismus ersetzen. Es beginnt daher eine Periode des Improvisierens, zu der sicher großtuerische Zurschaustellungen militärischen Heldentums der Vereinigten Staaten von Amerika gehören werden, mit denen die Amerikaner sich selbst und alle anderen daran erinnern, dass eine Supermacht sich von einem Kalifat nichts gefallen lässt.

Übersetzung: Klaus Madersbacher antikrieg.com

Freitag, 4. Juli 2014

Fußball-WM anders: Brasiliens Tanz mit dem Teufel. Die Weltmeisterschaft, die Olympischen Spiele, und der Kampf um Demokratie

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Das unabhängige Nachrichtenmagazin Kontext TV hat eine neue Sendung veröffentlicht: "Foulspiel in Brasilien: Wie FIFA und Militärpolizei einen Krieg gegen die Armen führen".

Die Sendung ist online zu finden unter: http://www.kontext-tv.de/node/431

Die Proteste gegen die Rekordausgaben für die WM gehen in vielen brasilianischen Städten weiter. Gleichzeitig geht die Militärpolizei dort mit Tränengas und Schusswaffen gegen die Demonstrierenden vor. Im Zuge der WM-Vorbereitungen wurden auf Druck der FIFA Polizei und Militär massiv aufgerüstet. So hat die deutsche Polizei die Polizei von Rio in der „Kessel-Taktik“ ausgebildet, während Krauss-Maffei Wegmann zusammen mit Siemens 34 Gepard-Panzer mit Flugabwehrgeschützen und VW Wasserwerfer lieferte. Die WM wird zum Anlass für den größten Einsatz von Streitkräften im Inneren in der Geschichte Brasiliens. Die staatliche Gewalt richtet sich besonders gegen die Menschen in den Favelas. Für WM und Olympia sind schätzungsweise 250.000 Menschen vertrieben worden oder akut von Vertreibung bedroht. Kein Haus eines Reichen sei angetastet worden, so Thomas Fatheuer, betroffen seien ausschließlich ärmere Menschen. Die Militärpolizei führe schon lange einen „Krieg gegen die Armen“.

Die WM in Brasilien gilt als die teuerste aller Zeiten. Der brasilianische Staat hat mehr als zehn Milliarden Euro für die WM ausgegeben, während in Bereichen wie Gesundheit und Bildung lebensnotwendige Investitionen fehlen. Drei der Stadionneubauten sind in Städten entstanden, in denen es nicht einmal einen Drittliga-Fußballclub gibt – ein Milliardengeschäft für große Baukonzerne wie Odebrecht, die auch zu den wichtigsten Wahlkampffinanziers von Regierung und Opposition gehören. Sportliche Megaevents würden benutzt, so Thomas Fatheuer, um eine massive Kommerzialisierung von Städten durchzusetzen. Die Stadt werde zu einem Verwertungsraum für das Kapital umgebaut, während elementare Bürgerrechte zurückgedrängt würden. Dazu zählen auch Fifa-Regeln wie die Sondergesetze zum Ausschluss lokaler Händler. Dabei sei der volkswirtschaftliche Nutzen sportlicher Großereignisse, so der Wirtschaftswissenschaftler Wolfgang Maennig, faktisch gleich Null.

Der Beitrag gliedert sich in vier Teile:

1. Vertreibungen und Proteste: WM und Olympia als Mittel zur Durchsetzung neoliberaler Politik: http://www.kontext-tv.de/node/432

2. Militarisierung: Deutsche Gepard-Panzer, Wasserwerfer und Polizeikessel für die WM / Ein "Krieg gegen die Armen": http://www.kontext-tv.de/node/433

3. Die Stadt als Raum des Kapitals: Wie WM und Olympia die Demokratie verdrängen / Baukonzerne als Hauptprofiteure: http://www.kontext-tv.de/node/434

4. Ein Nullsummenspiel: Der Mythos vom volkswirtschaftlichen Nutzen großer Sportevents: http://www.kontext-tv.de/node/435

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Donnerstag, 3. Juli 2014

Russland vor massiver Bankenliquidierung?

Grafik: Wikimedia Creative Commons
Mitte 2013 begann Russland mit der aktiven Disziplinierung im russischen Bankensektor. Alle Zeichen stehen auf Sturm für die Banken, die die bisherigen Zeichen der Zeit nicht erkannt haben. Äußerungen von Präsident Putin und der Chefin der russischen Zentralbank lassen auf ein neues Tempo bei der Säuberung des Bankensystems in Russland schließen.

Ab sofort beginnt die russische Zentralbank mit einer Totalkontrolle der Banken, die als Kleinbanken eingestuft sind, also ein Eigenkapital von weniger als 300 Mio. Rubel (6,4 Mio. Euro) ausweisen. Diese Information ist einem Brief zu entnehmen, den alle regionalen Vertretungen der Zentralbank vom Stellvertreter der Leiterin der Zentralbank Alexej Simanowsk erhalten haben.

Dies bedeutet das Einläuten einer weiteren Säuberungswelle im russischen Bankensektor.

Die Zentralbank geht prinzipiell davon aus, dass kleine Banken einen schweren Stand haben und die Herkunft von finanziellen Mitteln mit denen die Bank arbeitet, nicht immer klar ist. Bedingt durch die aktuelle Situation ist es möglich, dass diese Banken nun ihr Eigenkapital aus unklaren Quellen aufstocken und dies will die Zentralbank verhindern. Deshalb werden die Banken und jede Kapitalbewegung unter verstärkte Kontrolle genommen. Durch die Zentralbank wurde in einer „Liste“ 106 Banken erfasst, die unter diese verstärkte Aufmerksamkeitsquote und die Totalkontrolle fallen......

Weiterlesen: Kaliningrad-Domizil.ru >>>

Uwe Niemeier unter Verwendung von Quelle: http://www.rg.ru/2014/07/01/bank-site-anons.html

Samstag, 28. Juni 2014

Eine Neue Rezession und eine Neue Welt frei von der Arroganz Washingtons?


Von Paul Craig Roberts
Originalartikel
Heute wurde ein endgültiger Wert für das reale Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) der Vereinigten Staaten von Amerika bekanntgegeben. Der Wert beträgt nicht die Wachstumsrate von 2,6%, die im Januar dieses Jahres von den Weißnix-Wirtschaftswissenschaftlern prognostiziert worden war. Der Wert zeigt ein Absinken des BIP um –2,9 Prozent.

Die negartive Wachstumsrate von –2,9 Prozent selbst ist bereits eine Untertreibung. Dieser Wert wurde erreicht mittels Unterbewertung des nominalen BIP mit einem abgeschwächten Maßstab für die Inflation. Während des Clinton-Regimes manipulierte die Boskin-Kommission den Maßstab für die Inflation, um die Empfänger von Leistungen der Sozialversicherung bei deren Anpassung an die Lebenshaltungskosten zu täuschen. Jeder, der Lebensmittel, Treibstoff oder Güter des täglichen Bedarfs kauft weiß, dass die Inflation weit über dem offiziell angegebenen Wert liegt.

Es ist möglich, dass der Abfall des BIP im ersten Quartal das Dreifache des offiziellen Wertes erreicht.

Wie auch immer, die Differenz zwischen der Prognose im Januar von +2,6 Prozent Wachstum und dem Absinken von –2,9 Prozent bei Ende März ist groß.

Jeder Wirtschaftswissenschaftler, der reell ist und nicht bezahlt wird von Wall Street, der Regierung oder dem Establishment wusste, dass die Prognose von +2,6 Prozent ein Unsinn war. Die Einkommen der Amerikaner sind mit Ausnahme des einen Prozent nicht gestiegen, und das einzige Wachstum auf dem Kreditsektor bilden Studiendarlehen, da viele von denen, die keine Jobs finden, irrtümlich den Ausweg bei „Bildung ist die Antwort“ suchen. In einer Wirtschaft, deren Grundlage die Konsumentennachfrage bildet, bedeutet das Fehlen von Einkommen und Kreditwachstum, dass es kein Wirtschaftswachstum gibt.

Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika kann nicht wachsen, weil Konzerne auf Drängen der Wall Street die Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika ins Ausland verlegt haben. In den Vereinigten Staaten von Amerika erzeugte Güter werden im Ausland erzeugt. Schauen Sie auf die Etiketten auf ihren Kleidern, Ihren Schuhen, Ihren Ess- und Kochgeräten, Ihren Computern und so weiter. Expertenjobs wie Softwareentwicklung in den Vereinigten Staaten von Amerika sind ins Ausland verlegt worden. Eine Wirtschaft mit einer ins Ausland verlegten Wirtschaft ist keine Wirtschaft. Das alles geschah deutlich sichtbar für alle, während gutbezahlte Freier-Markt-Lockvögel erklärten, dass die Amerikaner davon profitierten, dass sie Amerikas Mittelklassejobs nach China und Indien verschoben.

Ich habe diese Lügen ein oder zwei Jahrzehnte lang aufgedeckt, was der Grund dafür ist, dass ich nicht mehr zu Vorträgen an amerikanischen Universitäten oder bei amerikanischen Wirtschaftsverbänden eingeladen werde. Wirtschaftswissenschaftler lieben das Geld, das sie fürs Lügen bekommen. Einer, der die Wahrheit sagt, ist das letzte, was sie in ihrer Mitte haben wollen.

Ein offizieller Rückgang um –2,9 Prozent im ersten Quartal lässt ein weiteres Absinken des BIP im zweiten Quartal erwarten. Zwei Rückgänge hintereinander entsprechen einer Rezession.

Stellen Sie sich die Konsequenzen einer Rezession vor. Das bedeutet, dass Jahre beispiellosen Quantitative Easings (= Drucken von Banknoten, mit denen Wertpapiere bezahlt werden) es nicht geschafft haben, die Wirtschaft wiederzubeleben. Weder Finanz- noch Geldpolitik brachten Erfolg. Was kann dann die Wirtschaft wiederbeleben?

Nichts, außer die Rückkehr der Wirtschaft zu erzwingen, die die antiamerikanischen Konzerne ins Ausland verlagert hatten.

Das würde eine glaubwürdige Regierung erfordern. Leider hat die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika seit der zweiten Amtsperiode Clintons Glaubwürdigkeit verloren. Sie hat keine mehr.

Herresbach Politische Cartoons
Heute glaubt niemand auf der Welt der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika außer den gehirntoten Amerikanern, die die „Mainstreammedien“ lesen und hören. Washingtons Propaganda dominiert das Denken der Amerikaner, bewirkt aber Gelächter und Hohn überall sonst.

Die jämmerlichen Wirtschaftsaussichten der Vereinigten Staaten von Amerika haben zu einem Konflikt zwischen Amerikas zwei größten Wirtschaftslobbies – der US Chamber of Commerce (Wirtschaftskammer) und der National Association of Manufacturers (Industriellenvereinigung) bzw. was von diesen noch übrig ist – und der Drohung des Obamaregimes mit weiteren Sanktionen gegen Russland.

Laut Bloomberg News werden die Wirtschaftsgruppierungen beginnend mit morgen (26.Juni) Inserate in New York Times, Wall Street Journal und Washington Post schalten, die gegen jede weiteren Sanktionen gegen Russland gerichtet sind. Die Wirtschaftsorganisationen der Vereinigten Staaten von Amerika sagen, dass die Sanktionen ihre Profite beeinträchtigen und zu weiteren Entlassungen von amerikanischen Arbeitern führen werden.

Somit haben die zwei größten Wirtschaftsorganisationen Amerikas, wichtige Quellen von Zuschüssen für politische Kampagnen, endlich ihre Stimme hinzugefügt zu den Stimmen der deutschen, französischen und italienischen Wirtschaft.

Jeder mit Ausnahme der gehirngewaschenen amerikanischen Öffentlichkeit weiß, dass die “Krise in der Ukraine” ganz und gar das Werk Washingtons ist. Europäische und amerikanische Betriebe fragen: „Warum sollen unsere Gewinne und unsere Arbeiter im Interesse von Washingtons Propaganda gegen Russland leiden?“

Obama hat keine Antwort. Vielleicht fällt seiner neokonservativen Krätze Victoria Nuland, Samantha Powers und Susan Rice etwas ein. Obama kann sehen, wie er New York Times, Washington Post, Wall Street Journal und Weekly Standard erklärt, warum Millionen Amerikaner und Europäer leiden sollen, damit Washingtons Diebstahl der Ukraine nicht gefährdet ist.

Washingtons Lügen holen Obama ein. Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel ist ganz und gar Washingtons Hure, aber die deutsche Industrie sagt Washingtons Hure, dass ihr das Geschäft mit Russland mehr wert ist als Leiden im Interesse von Washingtons Weltreich. Frankreichs Geschäftsleute fragen Hollande, was er meint, was sie mit ihren unbeschäftigten Arbeitern tun sollen, wenn Hollande sich Washington anschließt. Die italienischen Unternehmen erinnern die Regierung, soweit Italien eine hat, dass die ungehobelten Amerikaner keinen Geschmack haben und dass Sanktionen gegen Russland bedeuten, dass Italiens berühmtester und anerkanntester Wirtschaftssektor getroffen wird – hochwertige Luxusprodukte.

Der Dissens zu Washington und Washingtons popeligen Hampelherrschern in Europa breitet sich aus. Die neueste Umfrage in Deutschland zeigt, dass drei Viertel der deutschen Bevölkerung ständige Stützpunkte der NATO in Polen und den Baltischen Staaten ablehnt. Die vormalige Tschechoslowakei, jetzt die Tschechische und die Slowakische Republik, haben NATO- und amerikanische Soldaten und Basen auf ihren Territorien abgelehnt, obwohl sie NATO-Mitgliedsländer sind.

Die Belastungen, die die Washingtoner Schwachköpfe der NATO auferlegen, könnten die Organisation auseinanderbrechen lassen. Hoffentlich tun sie das. Der Vorwand für die Existenz der NATO verschwand mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor 23 Jahren. Dessen ungeachtet hat Washington die NATO weit über die Grenzen der Nordatlantischen Verteidigungsorganisation hinaus ausgeweitet. Die NATO erstreckt sich jetzt von den Baltischen Staaten bis nach Zentralasien. Um einen Grund für den anhaltenden teuren Betrieb der NATO zu haben, musste Washington aus Russland einen Feind machen.

Russland hat keine Absicht, Feind Washingtons oder der NATO zu sein und hat das völlig klar gemacht. Aber Washingtons Militär/Sicherheitskomplex, der jährlich rund eine Billion Dollar der hart ausgepressten Steuerzahler der Vereinigten Staaten von Amerika aufsaugt, benötigt einen Vorwand, um die Profite weiterhin fließen zu lassen.

Leider suchten die Dummköpfe in Washington einen gefährlichen Feind aus. Russland ist eine atomar bewaffnete Macht, ein Land von riesigem Ausmaß und mit einer strategischen Allianz mit China.

Nur eine Regierung, die in Arroganz und Überheblichkeit versinkt oder eine Regierung, die von Psychopathen und Soziopathen gelenkt wird, würde sich einen solchen Feind aussuchen.

Russlands Präsident Vladimir Putin hat gegenüber Europa erklärt, dass Washingtons Politik im Mittleren Osten und Libyen nicht nur völliges Versagen darstellt, sondern sich auf Europa und Russland in verheerender Weise nachteilig auswirkt. Die Narren in Washington haben die Regierungen entfernt, die die Jihadisten unterdrückt haben. Jetzt sind die gewalttätigen Jihadisten losgelassen. Im Mittleren Osten sind die Jihadisten dabei, die künstlichen Grenzen, die von den Briten und Franzosen nach dem Ersten Weltkrieg gezogen wurden, neu zu ziehen.

Europa, Russland und China haben Moslem-Populationen und müssen sich nun sorgen, dass die Gewalt, die Washington entfesselt hat, jetzt Destabilisierung in Regionen wie Europa, Russland und China bringen wird.

Niemand auf der Welt hat einen Grund, Washington zu lieben. Am wenigsten von allen die Amerikaner, die ausgeblutet werden, damit Washington militärische Macht rund um die Welt auffahren lassen kann. Obamas Zustimmungsrate beträgt trübselige 41 Prozent, und niemand will, dass Obama im Amt bleibt, sobald seine zweite Amtszeit zu Ende ist. Im Gegensatz dazu wollen zwei Drittel der russischen Bevölkerung, dass Putin nach 2018 Präsident bleibt.

Im März gab die Umfrageagentur Public Opinion Research Center einen Bericht heraus, nach dem Putins Zustimmungsrate 76 Prozent betrug, trotz der Agitation gegen ihn seitens der von den Vereinigten Staaten von Amerika finanzierten russischen NGOs, hunderten von Fünften Kolonnen, welche Washington in den letzten beiden Jahrzehnten in Russland eingerichtet hat.

An oberster Stelle der politischen Probleme der Vereinigten Staaten von Amerika steht, dass der US Dollar Probleme hat. Der Dollar wird über Wasser gehalten von manipulierten Finanzmärkten und von Washingtons Druck auf seine Vasallenstaaten, den Wert des Dollars zu stützen, indem sie ihre eigenen Währungen drucken und Dollars kaufen. Um den Dollar über Wasser zu halten, wird ein großer Teil der Welt der Inflation ausgesetzt sein. Wenn die Menschen das endlich kapieren und sich auf Gold stürzen werden, werden die Chinesen das ganze haben.

Sergej Glazyev, ein Berater Präsident Putins, hat dem russischen Präsidenten gesagt, dass nur eine Anti-Dollar-Allianz, die den US Dollar zertrümmert, Washingtons Aggression aufhalten kann. Diese Meinung habe ich schon lange vertreten. Es kann kein Frieden sein, so lange Washington Geld drucken kann, um damit weitere Kriege zu finanzieren.

Wie die chinesische Regierung festgestellt hat, ist es Zeit, „die Welt zu ent-amerikanisieren.“ Washingtons Führung hat gegenüber der Welt total versagt, indem sie nichts als Lügen, Gewalt, Tod und die Aussicht auf mehr Gewalt produziert hat. Amerika ist außergewöhnlich nur in Hinblick auf die Tatsache, dass Washington ohne Gewissensbisse im 21. Jahrhundert sieben Länder zur Gänze oder teilweise zerstört hat. Wenn Washington nicht durch eine humanere Führung ausgetauscht wird, hat das Leben auf der Erde keine Zukunft.

Übersetzung: Klaus Madersbacher, antikrieg.com