Mittwoch, 27. Januar 2016

Ist Obama die nützlichste Marionette der Weltgeschichte?

Nach Obamas letzter Rede zur Lage der Nation ist den meisten US-Bürgern klar, dass auch dieser Präsident nur die Interessen der Banken und der Konzerne vertritt.

Von Steven MacMillan
New Eastern Outlook, 16.01.16

Aus den vielen sich prostituierenden westlichen Politikern ragt ein Mann hervor, der die vollkommenste Verkörperung einer Marionette ist und sich völlig schamlos von Drahtziehern im Hintergrund steuern lässt. Zwar wird die Mehrheit der Politiker von wirtschaftlichen Eliten und Konzernen kontrolliert, aber der gegenwärtige US-Präsident Barack Obama ist das Paradebeispiel eines Mannes, der gekauft wurde und für die Durchsetzung spezieller Interessen bezahlt wird.

Karikatur: Carlos Latuff, Titel: Obama Taliban, Wikimedia, Copyleft Freie Kunst

Obama wurde im November 2008 zum Präsidenten gewählt und im Januar 2009 in sein Amt eingeführt. Vom allerersten Augenblick seiner Präsidentschaft an war klar, wem der "Heilsbringer und Retter" verpflichtet war. Nach Feststellungen von OpenSecrets.org wurde seine Wahlkampagne vor allem von den Banken Goldman Sachs; JPMorgan Chase, Morgan Stanley und der Citigroup und von den Konzernen Microsoft, Google und IBM finanziert. Wenn man das in Betracht zieht, ist es kein Wunder, dass in den USA – im Gegensatz zu Island – kein Banker und keine Finanzinstitution wegen der jahrelangen Betrügereien, die 2007/08 die Finanzkrise auslösten, zur Rechenschaft gezogen wurde.

"Ich bin schon in 57 Bundesstaaten gewesen, mir fehlt, glaube ich, nur noch einer."

2008 hielt Obama eine seltsame Rede (s. https://www.youtube.com/watch?v=EpGH02DtIws), in der er u. a. sagte: "Im Laufe der letzten 15 Monate haben wir jede Ecke der Vereinigten Staaten besucht. Ich bin schon in 57 Staaten gewesen, mir fehlt, glaube ich, nur noch einer. Ich wollte auch nach Alaska und nach Hawaii, durfte das aber nicht, obwohl ich auch diese Staaten gern besucht hätte." (Die USA bestehen – einschließlich Alaska und Hawaii – aus 50 Bundesstaaten!) Ist ihm da ein Fehler unterlaufen, wollte er nur einen Witz machen? Oder war das eine der Ungereimtheiten, die in seinen Reden, die er oft wie unter Hypnose und ohne wirkliches Interesse hält, immer wieder vorkommen? Derart seltsame Äußerungen gibt Obama öfter von sich. So hat er vor einigen Monaten behauptet, wenn Russland den ISIL bombardiere, stärke es ihn damit nur.

Der Narziss

In der griechischen Mythologie gibt es eine Geschichte über Narziss, den Sohn eines Flussgottes, der sich in sein eigenes Spiegelbild auf der Wasseroberfläche verliebt hat. Was seine Amtsführung angeht, scheint sich auch Obama mehr um sein Erscheinungsbild als um alles andere zu sorgen. In einer kürzlich gehaltenen 33-minütigen Rede hat er sich selbst 76 mal erwähnt und damit den Eindruck bestätigt, dass er ein narzisstischer, arroganter und egozentrischer Mensch ist. Vermutlich wollte er Julius Cäsar nacheifern, in dessen "Kommentare über den Gallischen Krieg" nach einer Untersuchung des Historikers Robin Lane Fox der Name "Cäsar" insgesamt 775 mal vorkommt.

Krokodilstränen

In einer hochemotionalen politischen Rede scheute Obama noch nicht einmal vor dem billigen Propagandatrick zurück, laut zu werden und Tränen zu vergießen; dabei ging es ihm nur darum, die US-Bürger für ein Gesetz zur Einschränkung des Waffenbesitzes zu gewinnen. Damit möchte ich nicht den Tod leichtfertig erschossener Menschen herunterspielen,
sondern nur darauf aufmerksam machen, wie Obama die US-Bürger emotional zu manipulieren versucht. Unabhängig davon, wie Sie selbst zu verschärften US-Waffengesetzen stehen, sollten Sie durchschauen, wie Obama Sie zu täuschen und zu beeinflussen versucht. Denken Sie auch daran, dass der gleiche Mann, der diese oscarreife Vorstellung gab, Präsident des Staates ist, der überall auf der Welt mit Drohnen morden lässt, die Terroristen finanziert und bewaffnet, die eine gewählte syrische Regierung stürzen sollen, in Afghanistan ein Krankenhaus bombardieren und dadurch mindestens drei Kinder umbringen ließ, mit Libyen ein Land zerstörte, das vorher den höchsten Lebensstandard in Afrika hatte, Saudi-Arabien bei seinen Kriegsverbrechen im Jemen unterstützt, überall auf der Welt unschuldige Menschen festnehmen, foltern und töten lässt und die Verantwortung für unzählige andere Verbrechen trägt, über die er noch nie auch nur eine Träne vergossen hat.

War die Schießerei in San Bernardino eine verdeckte Operation?

Auch in den Berichten der Mainstream-Medien über Schießereien in den USA gibt es viele Ungereimtheiten. Zu dem Anschlag in San Bernardino, den das Ehepaar Syed Rizwan Farook und Tashfeen Malik verübt haben soll (s. hier), haben zwei Augenzeugen ausgesagt, die Schüsse seien von drei großen weißen Männern in militärischer Tarnkleidung abgefeuert worden.

War San Bernardino eine von Militärs oder privaten Sicherheitsleuten durchgeführte verdeckte Operation, die weitere Gründe für eine Verschärfung der Waffengesetze liefern sollte? Es ist schwierig, zu entscheiden, was wirklich geschehen ist, denn der offizielle Polizeibericht kann nicht überzeugen (s. hier). Es sollte auch zur Kenntnis genommen werden, was recherchierende Journalisten festgestellt haben – dass derartige Schießereien unter Obama dramatisch zugenommen haben, obwohl sich gerade dieser Präsident immer wieder für eine Einschränkung des Waffenbesitzes eingesetzt hat.

Obama ist jedenfalls einer der abgebrühtesten und gleichgültigsten Politiker unserer Zeit und wird als eine der nützlichsten Marionetten in die Geschichte eingehen.

Steven MacMillan ist ein unabhängiger (schottischer) Schriftsteller, Rechercheur, geopolitischer Analyst und Herausgeber des Analyst Report (s. http://www.theanalystreport.net/about/), der auch für das Online-Magazin New Eastern Outlook schreibt.

Übersetzung: luftpost-kl.de